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Historisches Novum an der Ostsee-Küste!

Historisches Novum an der Ostsee-Küste!

VfL Tegel vs. Bad Doberaner SV 90

Am 05. März 2022 war es soweit. Handball stand nach langer Zeit wieder im Terminkalender. Zunächst musste dem einen oder anderen Spieler erklärt werden, dass heute nicht die neue Saison startet, sondern wir uns tatsächlich in der hitzigen Phase des Qualifikationsendspurts Richtung Aufstiegsrunde befinden. Wer sich zuvor die tabellarischen Gegebenheiten ansah, der bemerkte, dass heute der direkte Tabellennachbar vom Bad Doberaner SV 90 auf dem Speiseplan stand.

Glücklicherweise waren wir optimal für dieses klassische „4-Punkte-Spiel“ vorbereitet – Circa 40 Tage Spielpause, eine überschaubare Trainingsbeteiligung und der Verzicht einiger Spieler für dieses Spiel. Gegen diese kleinen Nichtigkeiten wappnete sich das gewitzte Team mit der zusätzlichen Motivation. Es wurden einfach zwei zusätzliche Kisten Hopfenlimo von unserem Sponsor Schultheiss in den Bus eingeladen, sodass dem Sieg nichts entgegenstand. Um jedoch Nichts anbrennen zu lassen, verpflichteten wir Kurzerhand den Linksaußen-Veteran Christian Klühs aka „Klutz“ für die nötigen Treffer in das kurze Eck. Mithilfe dieses Rückenwindes und dem dazugesellten Edel-Fan „Buschi“ ging es, mit einem letzten Blick auf den sonnenerstrahlten Hatzedom, in Richtung Küste. Für Unterhaltung sorgten dabei die sportlichen Kollegen des Fußballs der zweiten und dritten Bundesliga, um dem Kopf schon vorzeitig klarzumachen, heute geht es um sportliche Betätigung.

In der Halle angekommen wurde das übliche Programm abgespult, um nun auch den Körper auf Temperatur zu bekommen. Da auch der Hallensprecher auf die Relevanz eines heutigen Sieges der Heimmannschaft hinwies, war zum Anpfiff auch dem/der letzten Zuschauer*in bewusst geworden, dass dieses Spiel viel versprach. Zuvor wurde gemeinsam - in Form einer Schweigeminute - das wichtige Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und gegen Krieg in der Welt gesetzt.

Um an dieser Stelle das Augenmerk beim Sportlichen zu belassen, konzentrieren wir uns nun auf das Spiel.

Wir begannen aus der Stärke einer gut strukturierten Abwehr heraus, wodurch wir die gegnerischen Spieler des Bad Doberaner SV 90 direkt vor eine schwierige Aufgabe stellen konnten. Dies zeichnete sich auch innerhalb des ersten Angriffs ab, als Fabi den gegnerischen Wurf - dank seines exzellenten Stellungsspiels – kurzerhand per Kopfball blockte. Leider hatte er bei dieser gelungenen Kopfabwehr die Stärke des Wurfes leicht unterschätzt, weswegen nach den ersten 40 Sekunden die erste Unterbrechung folgte. Glücklicherweise ging es kurz darauf für ihn weiter, sodass er sich auch als erster in die Torschützenliste eintragen konnte. Wenig später entschied sich daraufhin jedoch unser Linksaußen-Torgarant Julien, der im übrigen die Torschützenliste der Liga anführt, sich in die Waagerechte zu begeben. Aufgrund unseres schon dezimiert angereisten Kaders, war die Erleichterung groß, als es auch für ihn weiterging. Innerhalb der ersten Hälfte wechselte sich die Torabfolge der Teams meist ab, wodurch das erwartete spannende Spiel zu sehen war, wenngleich wir uns dazu gemeinschaftlich entschieden, den gegnerischen Torhüter ordentlich warm zu werfen. Insgesamt beförderten wir ganze acht freien Würfe gegen den Torhüter, weshalb das Halbzeitergebnis von 11:10 aus unserer Sicht nicht allzu adäquat den Spielverlauf abbildete. Die Halbzeitansprache hielt sich dementsprechend in Grenzen, da lediglich die Bälle häufiger in das Netz des Gegenübers bugsiert werden müssten, um die Punkte an diesem Tag einzustreichen. Entgegen dieses wasserdichten Vorhabens, blieben wir unserer Linie treu und warfen den Torhüter des Bad Doberaner SV 90 weiterhin hervorragend ab, obgleich dieser einige gute Paraden zeigte.

Da unsere starke Abwehrarbeit und ein ebenso starker Bux zwischen den Pfosten uns allerdings den Rücken freihalten konnten, setzten wir uns zu Beginn der zweiten Hälfte bis auf 19:14 ab. Unglücklicherweise verletzte sich unserer Rückraum-Shooter Fabi erneut bei einem Zusammenstoß mit einem gegnerischen Spieler und wird hoffentlich schnell wieder zurückkommen können.

Nichtsdestotrotz konnten wir diesen 5-Tore-Vorsprung bis zwei Minuten vor Ende halten, weswegen wir uns – ungeachtet der obligatorischen Panik unsererseits und dem letzten Aufbäumen der Doberaner mithilfe einer Manndeckung – schlussendlich mit 25:23 zum verdienten Sieger krönen konnten. Der erste Auswärtssieg gegen einen Verein aus Mecklenburg-Vorpommern in der Ostsee-Spree-Liga-Geschichte des VfL Tegel definiert somit den historischen Ausgangspunkt einer fortzuführenden Serie. Dieser ungewohnte Zustand schien den einen oder anderen Tegeler auf der Heimfahrt so zu verwirren, dass die berühmte Bus-Party der Rückfahrt gedämmter als üblicherweise ausfiel. Doch keine Sorge – Wir gewöhnen uns daran!

Die nächsten heimischen Punkte wollen wir am 19.03. einstreichen, wenn der SV Fort. 50 Neubrandenburg im Hatzedom zu Besuch kommt. Zuvor gastieren wir jedoch am kommenden Sonntag zum Pokalspiel beim Lichtenrader SV.

Bleibt gesund!

Blacky