Geschrieben von Super User

...für Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt oder Herz-Bypass Operationen !

Wie geht es Jetzt weiter ?

So oder ähnlich fragen sich viele wenn sie nach einer Bypass- oder Herzklappen-Operation, einer Ballondilatation, einem oder mehrerer Stent`s, oder nach einem Herzinfarkt aus dem Krankenhaus oder der Reha nach Hause kommen. Vorab, man ist noch lange nicht tot, man muss sein Leben nur unter Umständen etwas ändern und man kann durch körperliche Betätigung seine Leistungen verbessern, um wieder besser mobil zu werden.

Am besten eignet sich dazu die von Ärzten und Reha-Kliniken empfohlene Teilnahme am Koronarsport. Dort wird unter der ständigen Aufsicht von Ärzten und unter Anleitung von speziell ausgebildeten Sporttherapeuten die in der Rehabilitation erlernte Bewegungstherapie in der Gruppe fortgeführt.

Besonders bei Herzkranken gilt der Satz „Wer rastet – rostet“.

Durch die speziellen Übungen wird das Herz trainiert und ein trainiertes Herz ist gegenüber Rhythmusstörungen widerstandsfähiger und strengt sich bei Belastungen im Alltag weniger an. Eine Überbelastung wird durch ständige Anwesenheit eines Arztes und durch richtige Zuordnung in die der Belastungsgrenze richtige Gruppe (Übungs- oder Sportgruppe) vermieden.

Koronarsport wird, bei vorhanden sein von Herzerkrankungen, vom Arzt verordnet und durch die Krankenkassen bewilligt und bezuschusst, in der Regel für 90 Übungseinheiten innerhalb von 24 Monaten.

Fest steht, dass die Teilnahme am Koronarsport die Risikofaktoren nachhaltig senkt und wirksam zu einer Verbesserung der Belastbarkeit beiträgt, das Infarktrisiko- und damit die Sterblichkeitsrate senkt, die körperliche Leistungsfähigkeit und das seelische Wohlbefinden steigt und man sich durch die Gruppe auch wieder besser in der Gesellschaft zurechtfindet. Aus Erfahrungen, auch eigenen, können wir bestätigen, dass sich auch der Medikamentenverbrauch dadurch reduziert.

Gerade um letzteres zu erreichen wird in den Koronarsportgruppen des VfL Tegel 1891 e. V. sehr viel Wert darauf gelegt, dass in den jährlich stattfindenden

Grill- Tages- und Wanderfahrten, ebenso wie bei anderen Veranstaltung immer auch die Familien- angehörigen mit einbezogen werden.

Denken Sie immer daran:

Regelmäßiger Koronarsport stellt neben ihren Medikamenten und dem Verzicht auf Nikotin die wirksamste Vorbeugung vor Herzinfarkt oder Reinfarkt und plötzlichen Herztod dar.

Es ist ihr Risiko und ihre Gesundheit!

Der VfL Tegel bietet Koronarsport in Form einer Übungs- (bis 75 Watt) und einer Sportgruppe (ab 75 Watt) an.

Der Unterschied zwischen den Gruppen besteht in der individuellen Belastbarkeit, angegeben in Watt – Ergometerleistung.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund in der, für Ihre persönliche Belastbarkeit, falschen Gruppe teilnehmen sind Sie entweder Unter- oder Überfordert.

Eine Überforderung ist für Ihre Gesundheit sehr schädlich und außerdem gefährlich.

Grundsätzlich für beide Gruppen ist die Aufsicht durch einen Arzt (überwiegend aus dem Vivantes Humboldt KKH) und die Durchführung des Trainings durch extra ausgebildete Sporttherapeuten die Ihre Befähigung durch Zeugnis und laufender Fortbildung nachweisen müssen.

Ebenfalls nicht vergessen sollte man bei Beginn der Übungsstunde das Mitbringen von Turnschuhen und bequemer, nicht einengender, Kleidung sowie beim ersten mal einen ärztlichen Bericht (Entlassungsbericht aus dem Krankenhaus oder Reha-Klinik) aus dem Ihre persönlich Belastbarkeit in Watt Ergometerleistung hervorgeht, zur Vorlage beim Aufsicht führenden Arzt.

Sollte Ihnen Koronarsport von der Reha–Klinik, oder von Ihrem Hausarzt, oder Kardiologen verordnete worden sein, so bringen sie bitte die Verordnung, nachdem sie von ihrer Krankenkasse genehmigt wurde ebenfalls mit. Die Abrechnung mit den Krankenkassen, nach dem Gesundheitsreformgesetz, erfolgt nur über den Sportverein.